Hinter dem "Wollkenschloss" - Alvaras Werkelgeschichten & mehr

Freitag, 30. April 2010

Schönes Wetter soll man nutzen!

Deshalb hab ich gestern gefärbt. Insgesamt mehr als die 6 Stränge aus dem "Jammerpost", nämlich genau 11, wobei da auch einige mit 50 Gramm dabei waren.

Wie gut diese Entscheidung war, bestätigt mein Blick aus dem Fenster: Wind und Dauerregen seit heut morgen.

Lt. Wetterfrosch hiess es gestern abend "im äussersten Nordwesten" könne das Wetter saumies werden, im Restnorden nur mies .
Pech gehabt, die Erde ist rund und irgendwo ist immer äusserster Nordwesten!

Sehr erbauend, wenn man da vor ungefähr 10 Minuten telefonisch die Mitteilung bekommt "hier ist strahlender Sonnenschein, ich fahr jetzt gerade über die Brücke".
Hm.. 90 km weiter östlich ist halt ganz anders und die Lieblingsinsel darf ruhig Sonne haben!

Hier einige Bildchen, sind noch viel mehr, die kommen auch noch.


StinoSoWo in kindlichen Farbwünschen




Der Traum in Marone aus 100% Shetland

entlockte meiner Tochter die tiefgehende Feststellung:
"Faszinierend, die sehen vollkommen Öko aus! Du bist bestimmt die einzige, die solche (komischen) Farben nur mit reiner Chemie hinkriegt!"


Dann noch ein letztes für heute, und zwar das wilde Löckchen aus Schurwolle/Kaschmir (74/16) mit zarten 8 % Polytierchen angereichert.


Wildes Löckchen deshalb, weil es gut frisiert aus der Mikrowelle kam - MAHLZEIT!
Es ist aber flauschig weich und wunderbar anschmiegsam.

Die restlichen Knäuelfärbungen zeigt ich ein andermal..

Eine schöne Walpurgisnacht Euch allen!

Donnerstag, 29. April 2010

Wir stehen unsern Mann!

Oder so ähnlich.

Gefunden und für

Gut befunden!

Ohne uns Weiber wär die Welt verloren!

Auf der Tagesordnung

steht heute:

- Töchtlings Fahhrad fit für die Fahhradprüfung am Montag machen *stöhn*

- die Digicam aufladen *motz*

- die Bude putzen *jammer*

- das Auto aus der Werkstatt holen *ächz*

- Elternabend beim großen Kind *heul*


Nachdem ich gerade 37.95 € für Ersatzteile des Rads ausgegeben habe, die Digicam aus den unerforschten Tiefen des jugendlichen Zimmers meiner Großen retten konnte, soeben feststellte, das Altpapier auch Mist ist (zumindest wenn's ums Entsorgen geht), aus Zeitmangel beschlossen habe: "heut gibts Milchreis" und eigentlich lieber den Tag im Garten mit allerlei Werkelei zu verbringen oder endlich das Buch zuende zu lesen, kann mich nur noch eins retten, und zwar

- 6 schöne Stränge färben (2 mal SoWo, 2 x Shetland, 2x Wolle/Kashmir) *grins*

TSCHAKKAAAAAAAAAAAAAAAAA

Dienstag, 27. April 2010

Der April ist durchsetzt

von Geburtstagen!
Bei uns zumindest, das heißt, es geht rund!

Tja, dank vieler lieber Aufmerksamkeiten kann man sich den großen Schreck glatt versüßen lassen. Watt? Schon wieder ein Jahr älter - menno, das kommt immer so unerwartet...
Geladen hatten wir nicht offiziell, dennoch waren wir allesamt erfreut, dass an einem sonnigen Sonntag Gäste eintrudelten, wir reichlich Kuchen und Kaffee in der Sonne genießen, Lachen und Zukunftspläne schmieden konnten.



Reichlich Futter für die Handarbeitswut gabs, viel Grünzeugs und allerlei sonstige wunderbare Schätze. Unter anderem auch die "offizielle Hochzeitschokolade" der schwedischen Thronfolgerin. Ah ja! Ganz lecker, das Zeug - und die Schachtel ist echt schick, mit Konterfei aussen und Standportrait beider innen... ich ahne die Royalistin in mir - Skål !!!

Meine Schäfchen bemähten mich zudem kräftig (sowas macht mich ganz verlegen und rührt mich total) beim Treffen am letzten Freitag und schenkten mir zunächst den Zonk, garantiert nur, um meine Geduld zu erproben!
Letzendlich landete das wahre Geschenk einen Tag später bei mir, was mich total beseelte. Und ausserdem war es sowieso ein total toller Abend, einfach nur schön!
Die Rückfahrt war gruselig, denn Nachts mögen zwar alle Katzen grau sein, aber viel Wild unterwegs - brauchen die keinen Schlaf? Irgendwann musste ich die CD ausschalten: "for whom the bell tolls" ist irgendwie nicht das richtige, wenn man 2 x 30 km ganz allein auf der Bundesstraße ist, die eigentlich nur durch waldige Pampa führt. Grusel pur, sowas ist mir noch nie passiert: Schleswig-Holstein, 23 Uhr, allein auf der Straße... manchmal kann ich die Großstadtpflanze nicht verleugnen...

VIELEN DANK EUCH ALLEN!!!

Montag, 12. April 2010

auf eigenen Füßen ...

... gehe ich langsam wieder durch die Welt.

Nach dem ärztlichen OK schreite ich stetig fort, und zwar so ziemlich genau 1,5 km am Stück. Dann ist erstmal Schluß und eine lange Pause muss her.
Macht ja nix, denn allein das öffnet ja schon neue Welten!

Oder alte - denn mein innigster Wunsch wurde unmittelbar nach dem "Grünen Licht" des Mediziners von meinen Lieben befolgt und wir brachen auf zu meinem Ausflug.



Na - wer weiß, was das ist?

Windgeschützt, warm waren wir vorher natürlich ganz lange in den dazugehörigen neugestalteten Ausstellungsräumen (gute 3 Stunden übrigens, das fand ich gut), es gab ja auch genug Hocker für mich, auf denen ich mich niederlassen konnte, doch dazu musste man mich beinahe zwingen.

Lieblings"abteilungen" waren von uns schnell ausgemacht: das große Kind fand die Falschmünzprägung genial, das kleine die vielen bunten Glasperlen, "mein Fahrer" bestaunte erneut die Perfektion der Werkzeuge und meinereiner rannte (jawoll) von Kasten zu Kasten und begeisterte sich für ALLES.
Na gut, ich fand die überaus große Anzahl an ausgestellten Spinnwirtelfunden aus Horn und Knochen, Speckstein, Ton, Bernstein etc. herrvorragend interessant und habe verzweifelt irgendwelche Textilfragmente gesucht, die es aber wohl nicht gab.

Einen ehrfurchtsvollen Moment des Schweigens löste bei den Kindern nicht der Blick in die Modelle der Grabkammern aus, nein - ihnen verschlug ein kleiner einsamer Schaukasten mit der Bezeichnung "Kindheit" die Sprache. Hatten sie dort gerade die Worte "hohe Kindersterblichkeit" und "Kindsaussetzung" gelesen? Hatten sie! Besonders letzteres stimmte sie sehr nachdenklich und zog Klärungsbedarf nach sich.

Draußen war es dann ungemütlich, aber wunderschön! Alle (bis auf eine) stürmten den Wall und ließen den Blick übers Gelände schweifen, ich ahnte die Worte "da hinten ist wohl" und "das müßte vielleicht da sein" ... und nahm den langen Umweg über die Straße.
Auf dem Rückweg, nach ausschweifendem Picknick und langer,langer Pause erklomm auch ich den Wall (rauf war natürlich leichter als runter) und war seelig. Jawoll!